Vortrags- u. Seminarangebote

Themenangebote zum Bereich Kirche und Gesellschaft

 

Das Netzwerk „Gemeinsam für die Region“ ist ein kirchlich initiiertes Netzwerk. Es will die Gemeinden dazu ermutigen, mit anderen gesellschaftlichen Akteuren zusammen die Zukunft unserer Region zu gestalten. Gleichzeitig beschäftigt es sich mit der Frage, wie sich unsere Kirchgemeinden in Zukunft so aufstellen können, dass sie ihrem Auftrag gerecht werden und kommende Herausforderungen klug bewältigen.

Mir liegt sehr daran, diese Themen auf der Gemeindeebene mit Ihnen zu diskutieren. Das ist bei Gemeideabenden vor Ort möglich, im Rahmen des Kirchenvorstands und anderer Gremien. Falls Sie sich im Rahmen eines Seminartags oder eines Wochenendes intensiver mit einem dieser Gebiete befasssen wollen, bietet unser EBZ in Bad Alexandersbad dafür wunderbare Möglichkeiten.

Gott wohnt nicht nur in der Kirche – die Zusammenarbeit mit kommunalen Akteuren als Chance für unsere Kirchgemeinden und die Region

Demographischer Wandel, Leerstand, mangelhafte Versorgung und eine oft schwierige verkehrstechnische Anbindung, all das sind für Kommunen und Kirchgemeinden gleichermaßen gewaltige Herausforderungen. Was also liegt näher, als diese Probleme gemeinsam anzugehen, zumal die hier und dort engagierten Menschen zu einem nicht geringen Teil deckungsgleich sind. In dieser Einheit möchte ich der Frage nachgehen, warum solche Kooperationen dem Geist des Evangeliums entsprechen, wie sie praktisch aussehen könnten, und nicht zuletzt, welche positiven Effekte ein gemeinsames Engagement für die Region hervorbringen kann.

Stadt und Land – Hand in Hand?

In den Städten gibt es eine starke Sehnsucht nach dem Land und auf den Dörfern werden die städtischen Einflüsse immer größer. Führt dies dazu, dass sich städtische und ländliche Mentalität immer mehr aneinander annähern? Kommt es zu einer gegenseitigen Wertschätzung mit ungeahnten Entwicklungspotentialen? Oder trügt der Schein? Wir wollen über aktuelle Entwicklungen nachdenken und fragen, welche Konsequenzen diese für unser Leben als Christen in der Stadt oder auf dem Land haben könnte.

Tourismus – ein wichtiges Feld für Kirche und Gesellschaft

In ländlichen Regionen wird der Tourismus häufig als wichtiger Entwicklungsmotor verstanden. Er kann Arbeitsplätze schaffen, die Infrastruktur verbessern und das Image heben. Auch die Kirche entdeckt immer mehr, dass viele gestresste Menschen heute Ruhe und Stille suchen, und dass für nicht wenige die Natur der ideale Ort ist, um spirituell neu aufzutanken. In welchen Bereichen können Kirchen, Kommunen und Tourismusagenturen sinnvoll zusammenarbeiten und so auch gemeinsam etwas zur regionalen Entwicklung beitragen? Eine Einheit mit vielen praktischen Beispielen.

„Fürchte dich nicht, glaube nur“ – warum wir uns trotz aller Herausforderungen auf die Zukunft freuen dürfen

Gemeinden werden aufgrund des demographischen Wandels kleiner. Die Säkularisierung nimmt zu. Die Hauptamtlichen werden weniger. Was also tun? Ärmel hochkrempeln, Notfallprogramme entwickeln oder zum geordneten Rückzug blasen? Die biblische Botschaft hat eine klare Stoßrichtung: Wie auch immer sich die Dinge entwickeln, Gott ist für uns da. Er wirkt dort, wo wir leben und arbeiten. Vielleicht müssen wir seine Gegenwart einfach nur neu entdecken und unsere Gemeindearbeit daran ausrichten. Es gibt inzwischen einige Bewegungen, die das kreativ und innovativ angehen. Leichter gesagt als getan? Darüber lohnt es zu reden.

Gemeinsam Gottes Wege entdecken – Gemeindeleitung als geistlicher Prozess

Was ist die Berufung unserer Gemeinde? Wie kann geistliches Wachstum entstehen? Wie finden wir zu verantwortlichen Entscheidungen? Gerade, wenn es nicht so gut läuft, brechen solche Fragen auf. In der Apostelgeschichte erzählt Lukas exemplarisch, wie die ersten christlichen Gemeinden in geistlichen Prozessen Antworten auf die sie bedrängenden Fragen fanden. Auch wenn uns Lukas keine Pauschalantwort auf heutige Fragen geben kann, so kann er uns vielleicht doch das nötige Rüstzeug an die Hand geben, damit solche Prozesse auch heute noch gelingen können.

Ein neues Miteinander von Haupt- und Ehrenamtlichen als Chance für eine Kirche der Zukunft

In Zukunft werden weniger Pfarrer und Pfarrerinnen für mehr Menschen und größere Regionen zuständig sein. Viele hoffen deshalb, dass eine Intensivierung und eine bessere Aufgabenverteilung zwischen Haupt- und Nebenamtlichen diese Entwicklung auffangen können. Ich möchte in dieser Einheit danach fragen, welchen biblischen Texte eine solche Vision stützen und inspirieren können und gleichzeitig fragen, wie eine praktische Umsetzung dieser neuen Rollenverteilung aussehen könnte. Gleichzeitig will ich überlegen, unter welchen Bedingungen man Menschen in unserem individualistischen Zeitalter überhaupt noch zu ehrenamtlichem Engagement ermutigen kann.

Kooperationen – ein verheißungsvoller Weg bei knapper werdenden Ressourcen?

Kleiner werdende Gemeinden mit weniger Hauptamtlichen nötigen zu überlegen, wie Gemeindearbeit auch in Zukunft sinnvoll und effizient durchgeführt werden kann. Können Kooperationen zwischen Gemeinden, Pfarreien und Dekanaten dazu helfen? Ganz sicher! Doch was ist nötig, dass Kooperationen funktionieren? Wie kann man Menschen motivieren, aufeinander zuzugehen? Und was ist, wenn es in bestimmten Bereichen trotzdem nicht klappt?

Neutestamentliche Kirchenbilder und aktuelle Gemeindeentwicklung

Das Zeugnis der Schrift ist für uns als evangelische Christen Basis unseres Glaubens. Deshalb ist auch bei Fragen des Gemeindeaufbaus elementar, dass wir uns immer wieder an den neutestamentlichen Bildern von Kirche und Gemeinde orientieren, um diese dann in unseren Kontext zu übersetzen. Diese Einheit macht deutlich, wo das Gemeinsame und das Unterschiedene in den neutestamentlichen Vision von Kirche liegt und kann so helfen zu verstehen, was unaufgebbar ist und wo Flexibilität vonnöten ist.

Dörfliche Spiritualität und biblische Exodusfrömmigkeit

Die Umgebung, in der wir leben, prägt unseren Glauben. So haben auch heute noch Jahreszeiten, Traditionsverbundenheit und Heimatgefühl für Menschen, die auf dem Land leben, eine hervorgehobene Bedeutung. Wie sind solche ländlichen Prägungen, die natürlich auch den Glauben beeinflussen, aus biblischer Perspektive zu beurteilen? Wo liegen ihre Stärken? Wo ihre Schwächen? Und was bedeutet das für unsere Gemeindearbeit?